Peter Wagner und Joanna Mühlbauer – DAS BUCH ALS MAGAZIN

»Warum machen wir das eigentlich?« Am Geld kanns nicht liegen, an Langeweile auch nicht. Ein eigenes Heft machen ist etwas anderes: Das ist eine Sammlung, ein Skizzenbuch der Ideen und Inspirationen; eine Zusammenstellung, die man gern mit anderen teilen möchte, die einen als Kreativen charakterisiert und darstellt. So zumindest beschreibt Joanna Mühlbauer die Grundidee hinter »Das Buch als Magazin«, das die Designerin gemeinsam mit Peter Wagner gegründet hat.

Zwölf Seiten Himmel, zwölf Seiten Fotos. »Weil es einfach so schön war, darum.« Joanna Mühlbauer lacht. Und erzählt von ihrer Leidenschaft fürs Lernen, die angetrieben und gefördert wird von der Teamarbeit mit ihrem Kollegen. Das ist auch ein Grund, ein Independent Magazin zu machen. Alles ist anders, alles neu, alles völlig anders gedacht und umgesetzt, dank des Teams und zum Nutzen aller Beteiligten.

Dritter und letzter Grund: »Drei minus zwei gleich frei« - eine kurze Gleichung, die umschreibt, dass ein Independent Magazin eine Herausforderung an seine Macher ist, sich nicht zu verstecken hinter dem, was man geschaffen hat. Eine sehr persönliche Verbindung ist das, die Herausforderung einerseits ist, aber andererseits auch Grund für Stolz. »Lob und Böses in gleichen Anteilen, alles gut.« sagt Joanna Mühlbauer.

Wofür das gut ist? Peter Wagners Buch gleichen Namens liefert seinen Aufhänger für die Erkenntnis, dass Leben vor allem eine Küche zum Reden braucht, eine Werkstatt zum machen, einen Balkon zum Lassen und ein Wohnzimmer für die Liebsten. So ähnlich ist das mit dem Machen – und dem Weitermachen auch, egal ob es sich um die Arbeit an einem Independent Magazin oder kreative Arbeit generell handelt. Sechs Ausgaben gibt es mittlerweile von »Das Buch als Magazin«. Allesamt empfindet sie das kreative Macherteam als sinnstiftend, als Training und Katalysator für die eigenen Lerneffekte. Aufbauend auf Literaturklassikern wie Faust oder Woyzeck, beschäftigen sich die beiden Designer ebenso wie ihre literarischen Vorlagen mit großen Lebensfragen. Entdecken die Gemeinsamkeiten und Parallelen, aber auch oft Überraschendes: »Öha!« auf einem Zettel, auf den Stapel der sechs Ausgaben des Magazins gepinnt, übersetzt das Staunen über die eigene Erkenntnis in ein simples Bild.

»Wo die Angst ist, da geht es lang.« Ein Satz, der zu den Lieblingsbeispielen von Peter Wagner gehört, wenn er über den Sinn des Magazinmachens spricht. Eine Komponente von Journalismus ist das für ihn, die er als seelsorgerisch beschreibt. Nicht im Sinne eines Tröstens, sondern eher als Denkanstoß und Wegweiser auf dem Weg zu neuen Gedanken und Einsichten, die aus einem Mosaik von einzelnen Zitaten und Fundstücken unterwegs entstehen.

»Das Buch als Magazin« im Netz: http://dasbuchalsmagazin.de

 

 
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