Jen Christiansen – Illustrating Science for a Non-Specialist Audience

Die Reduzierung aufs Wesentliche ist für Jen Christiansen wichtigste Voraussetzung für das Funktionieren von Informationsgrafiken: Clean, schlicht, Verzicht auf überflüssigen Schnickschnack und zuviel Buntes ist für die Art Direktorin des Scientific American Schlüssel zur Wissensvermittlung aus »Big Data«.

»Bevor man damit beginnt, komplexe oder abstrakte Inhalte zu kommunizieren, muss man erst einmal ein Publikum erkennen und aufbauen.« Einsichten in Bedürfnisse des Publikums, die Nutzung einer »gemeinsamen Sprache«, der Kontext von Informationen gehören zu den Bausteinen einer solchen, überzeugenden Kommunikation via Infografiken. Vertrauen schaffen, Brücken bauen zu einem Gedanken der Gemeinsamkeit, zu tatsächlicher Relevanz: Informationsgrafik hat jenseits der vermuteten und tatsächlichen Abstraktion eine Menge sozialer Aspekte.

Was in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts als eigenständige Sparte des Editorial Designs entstand, hat sich in zunehmender Geschwindigkeit verändert: Informationsgrafik als Medium zur Vermittlung komplizierter, komplexer Zusammenhänge. Vielfältige Inhalte, die in ebenso vielfältigem visuellen Stil übersetzt werden, zu Bildern, die als Eintrittspunkte in Geschichten fungieren, ihre Betrachter animieren, weiterzulesen, in Wissen einzutauchen.

Strategien für Aufmerksamkeit und Bindung, auf den ersten Blick sichtbarer Kontext, vertraute Bildsprache und einladende Gesten – für Jen Christiansen sind das die wesentlichen Eckpunkte eines Grundkonzept für die Funktionalität von Infografik, das auf eine enge Beziehung zum Publikum setzt. Und mehr: Ihre Grafiker brauchen Distanz zu eigenen Arbeit, benötigen Sachlichkeit und Nüchternheit. Denn nie dürfen Details der Illustrationen die eingebundene Information überlagern, darf Ästhetik zum Killerfaktor für Inhalt werden.

Jen Christiansen im Netz: www.jenchristiansen.com

 

 
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