Frédérik Ruys – From data exploration to animation

Von der linearen Grafik über Balkendiagramme zur Illustration, von statistischen Visualisierungen von Information zur Interaktion mit dem Betrachter, vom Bild zur Animation: Frédérik Ruys, Mitbegründer der Niederländischen Konferenzen zu Infografik, lernt gerne täglich Neues. Und nimmt die Nutzer seiner Animationen mit auf eine spannende Entdeckungsreise.

Visuelles Storytelling für unterschiedlichste Auftraggeber von Regierungsbehörden bis Unternehmen ist das Spezialgebiet von Frédérik Ruys, zu dessen bekanntesten Projekten »Die Niederlande von oben« gehört, eine preisgekrönte Fernseh-Animationsserie. Der Informationsdesigner ist einer der Vordenker der Branche, die sich mit zukünftigen Entwicklungen in Datenvisualisierung und Infografik befassen.

Informationen werden Bilder werden Grafiken werden bewegt und bewegen: Datensätze, in Bewegung übersetzt, laden den Betrachter zu Reisen rund um den Globus, triggern seine Neugier und Entdeckungslust. Und erzählen ihm sozusagen nebenbei, bei einem visualisierten, interaktiven Flug um die Welt, welchen Weg Blumen aus Ländern rund um die Welt bis zum fertigen Strauß beim Floristen nehmen. Aha-Effekte der anderen Art gehören dazu. Aus den Fotos eines realen Autounfalls wird eine Visualisierung des Unfallhergangs – für die Versicherung, deren Mitarbeiter völlig verdutzt sind, von Frédérik Ruys eine Animation zu bekommen statt eines nüchternen Berichts. »So etwas haben wir noch nie gesehen!«
Filme von Flügen im Auftrag des Ministeriums für Infrastruktur sind Basismaterial für eine Animation über Güterströme und Handelsverbindungen in Europa, deren Herzstück der Hafen von Rotterdam ist. Die Filme sind noch mehr: Sind Ausgangspunkt für die Serie »Die Niederlande von oben.«; für die Kartographierung der Niederlande. Für eine Visualierung, wie sich Klimawandel und mögliche Extremwetterlagen auf die Niederlande auswirken können. Informationen lernen laufen – durch Datenjournalisten, deren Recherche und Analyse erst Kombinationen möglich macht, die anschließend visualisiert, beschrieben und animiert werden können. Ohne diese präzise Vorarbeit bleiben Datensammlungen eine bloße Ansammlung von Informationen, ohne tatsächlich Information zu sein.
Aus Daten entstehen nicht nur faszinierende Grafiken und Animationen, sondern mittlerweile auch 3D-Objekte: Die Niederlande zum Anfassen beispielsweise, die als Mini-Plastik aus dem 3D-Drucker nicht nur Informationen  sichtbar macht, sondern Big Data auch als haptisches Erlebnis möglich macht. Wir dürfen gespannt sein auf die Zukunft von Informationsgrafik und -design.

Frédérik Ruys im Netz: http://www.vizualism.com/

 

 
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