Debbie Millman – A cautionary tale of dreams, magazines and rejection

»Eine der einflussreichsten Designerinnen unserer Zeit« (Graphic Design USA), Autorin zahlreicher Publikationen und Artikel über Design, Gründerin und Moderatorin der weltweit ersten Radio-Sendung mit Schwerpunkt Design, ausgezeichnet mit zahlreichen Preisen. Ihre Arbeiten werden in Museen und Universitäten gezeigt und inspirierend unzählige Designer: Debbie Millman gehört unbestritten zu den Superstars der Kreativ-Branche.

In ihrem Vortrag erzählt Debbie Millman über Träume und Wünsche ihrer Kindheit. Über ihre Fantasie und Vorstellungskraft, die geprägt war vom urbanen Umfeld, in dem sie aufwuchs. Über Freunde aus ihrer Schulzeit, mit denen sie Zukunftsperspektiven teilte und die ersten Schritte in Richtung ihres späteren Berufs unternommen hat: erste Artikel schrieb sie schon während ihrer Highschool-Zeit, ein erster Job als Editor eines kleinen Magazins folgte. »Ich wusste, ich habe ein paar Talente als Designer und ein paar Talente als Texter. Mein einziger Traum damals: Für Vanity Fair zu arbeiten.«

Mit ihrem Portfolio macht sich die junge Designerin auf den Weg. Klinkenputzen, hoffnungsvoll und voller Träume. Und trifft auf eine elegante Dame im Shiftkleid, die mit misstrauischem Blick die Bewerberin im Pünktchenkleid mit unmöglicher Frisur beäugt. »Was für Jobs wollen Sie denn im Design machen?« Ein kompletter Misserfolg, auf zur nächsten Station also. Die Entscheidung, an der Columbia School of Journalism zu studieren, trifft Debbie Millman kurze Zeit später. Ihre Bewerbung wird abgelehnt. »Dann versuch ich's halt mit Kunst.«, neuer Anlauf, neues Glück. Ihr Publikum lacht. Debbie Millman kontert: »DAS ist mein Leben! Ernsthaft!«

Ihr erster Job bei einem kleinen Magazin entpuppt sich als Einstieg, allen Schwierigkeiten zum Trotz. Der Chefredakteur, mit dem sich Debbie Millman immer wieder streitet, kündigt – und bietet ihr seinen Job an. Die Gründung ihrer ersten eigenen Firma folgt. Einsichten der skurrilen Art ebenfalls: Über die Schwierigkeit, Anschlussjobs zu finden oder mit mies bezahlten Jobs und eher schmalem Jahresgehalt von 21.000 Dollar in New York über die Runden zu kommen. »Wir haben einen lausigen Job gemacht damals.« frotzelt Debbie Millmann. »Mickeys World Tour. Ich wollte für die ganz großen Magazine arbeiten. Aber das? Mickeys World Tour. Wow, ich bitte Euch!«

Es ist eine spannende und sehr unterhaltsame Geschichte, die Debbie Millman ihrem hingerissenen, lachenden, berührten Publikum erzählt. Es ist auch eine überaus persönliche, mitreißende Geschichte eines Lebens, das neben ersten Erfolgen auch Brüche, Umwege, gelegentliche Bruchlandungen und schmerzhafte Fehlschläge kennt. »Ich dachte oft, das wars jetzt. Meine Karriere ist zu Ende. Aber ich habe einfach weiter gemacht«, sagt die Designerin dazu. Und liefert den Teilnehmern der QVED damit Antworten auf viele unausgesprochene Fragen: Welche überraschenden Wurzeln Kreativität hat, beispielsweise. Wie aus Misserfolgen und manchen falschen Entscheidungen letztlich doch Richtiges entstehen kann. Welche Rolle neue Orientierung und notwendige Richtungswechsel spielen für die berufliche Weiterentwicklung. Wann man besser einen Job hinter sich lässt, der einen blockiert. Welche Überraschungen einen erwarten auf dem Weg zu Träumen und Zielen.

»Merkwürdige Sachen sind passiert.« ist Debbie Millmans lakonische, kurze Beschreibung ihrer Karriere, die sie zu einer der erfolgreichsten und einflussreichsten Designerinnen der Branche gemacht hat. Ihre Beschreibung der unglaublichen Verkettung von Zufällen ist ein leidenschaftliches, humor- und liebevolles Plädoyer - für den Mut, sich über Pleiten, Pech und Pannen hinwegzusetzen. Für die Liebe zum Beruf. Für den individuellen Weg in den Beruf. Dafür, Träume nicht aus den Augen zu verlieren – und genau deswegen erfolgreich zu werden.

Debbie Millman im Netz: http://debbiemillman.com

 

 
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