Blog

Freitag, 22.04.2016

Stay tuned:
der QVED 2016 - BLOG wird ständig ergänzt um Videos der vollen Vorträge und Keynotes der QVED 2016 – aufgezeichnet in der Alten Kongresshalle München vom 25.-27. Februar 2016.

Hier ist der Link zur gesamten Playlist QVED 2016 auf Youtube: Playlist

Mark Porter – Design aus Leidenschaft
Steve Watson – STACK
Ibrahim Nehme – THE OUTPOST

Sonntag, 28.02.2016

90 Exponate in der Ausstellung »Illustrierten Ikonen« sind ein spannender, vergleichsweise winziger Ausschnitt von Prof. Dr. Patrick Rösslers beeindruckender Sammlung www.illustrierte-presse.de, die über 650 Ausgaben der wichtigsten Magazine der 1920er Jahre digitalisiert bereitstellt und mehr als 75.000 Druckseiten mit über 50.000 Abbildungen inhaltlich erschließt.

Begleitend zur QVED ist diese Präsentation konzipiert worden – als Überblick der ikonischen Qualität von Zeitschriften. Rössler geht es in seiner Forschung und Sammlung nicht um einzelne Bilder, Titel. Ihn fasziniert die Gesamtwirkung von Magazinen, die ihre Betrachter beeinflusst und inspiriert haben. Mit ihren gestalterischen Elementen, beispielsweise den Collagen John Heartfields oder Robert Capas Fotos, sind diese Magazine Teil eines politischen und gesellschaftlichen Kulturguts, des visuellen Gedächtnisses ihres Publikums geworden. Eben zu…

Sonntag, 28.02.2016

MO:DE6 CHARLES ist neu und entstanden unter dem Dach der AMD/Akademie für Mode und Design München, im Rahmen eines Lehrauftrags von Yvonne Fehn, Markus Rasp und Tobias Streicher.  

Das Team hatte gemeinsam eine zündende Idee: Was, wenn sich das Magazin einer einzigen Persönlichkeit widmet? Denn eigentlich müsste man Modemagazine neu erfinden. Es einfach machen. Wer könnte besser zu diesem Konzept passen als die Münchner Stil-Ikone Charles Schumann? Die Themen hat der Studiengang gemeinsam mit seinen Lehrbeauftragten im Gespräch mit Charles Schumann entwickelt. Ein pralles, sattes, stilvolles Produkt sollte daraus werden, mit einer speziell auf das Magazin abgestimmten Kampagne aus Plakaten und Postkarten.

Eine Fotoserie über Hähne, Cocks, aus denen sich die Bezeichnung Cocktail angeblich ableitet, gehört zu Schumanns Lieblingen. Stil statt Style, »ich habe Wohnanzüge, ich wohne in Anzügen« sagt der wohl berühmteste Barkeeper Deutschlands über seine…

Sonntag, 28.02.2016

Nach der QVED ist vor der QVED! Boris Kochan, Horst Moser, Michael Stoll und Steven Watson, die Kuratoren der Konferenz und ihrer kleine Schwester QVIG freuen sich: über mehr als 500 Besucher, die in der Alten Kongresshalle München ein pralles, spannendes Programm genossen haben, nebenbei und drumherum ihre Netzwerke und ihren Horizont erweitert haben. An einem tollen Ort gemeinsam diskutiert und gelacht haben, zum Abschluss zusammen feiern werden, die drei knackigen QVED-Tage mit vielen Inspirationen, Ideen und Kreativität wegrocken – und nächstes Jahr hoffentlich wieder mit dabei sind.

In der Zwischenzeit ist ein herzliches Dankeschön angesagt: An die vielen Helferinnen und Helfer, die mit ihrem Einsatz zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. Und an die Sponsoren und Partner von QVED & QVIG, ohne deren Engagement eine Konferenz dieses Formats nicht möglich wäre – weswegen sie hier im Blog noch einmal ausdrücklich aufgezählt werden:

Sonntag, 28.02.2016

Horst Moser sammelt. Magazine, natürlich, als Designer von Magazinen. Vor allem aber hat der Gestalter eine herausragende Sammlung von Food-Magazinen: Eine papierne Welt von Genuss und Sinnlichkeit.

Food hat sich gewandelt, ist Erotik und Kunst, ist Selbstdarstellung. Dazu gehört für Horst Moser Lebendigkeit und Provokation, der genüsslich das Flaggschiff der Food-Magazine, den »Feinschmecker«, zerlegt. Für Moser ist das Heft vor allem Hort der gepflegten Langeweile und klinisch sterilen Fotografie, die zusammengewürfelt und zufällig daherkommt. Auch »vegan« ist eher ein Reizwort: »Das muss nur draufstehen, dann ist das schon schick.« grantelt Horst Moser.

Wie anders kann man dagegen Food präsentieren: Beef!, das innovativ gestaltet und getextet ist. Und welche noch ganz anderen gestalterischen Wege könnte man gehen, gäbe es mehr Fantasie in den Verlagen, mehr Wagemut, mehr Lust an der Provokation! Schräge Magazine wie Root + Bone gehören dazu. Vor…

Samstag, 27.02.2016

»Man merkt bei den Illustratoren, dass es immer irgendwie unaufgeräumt ist. Bei den Grafikdesignern sind die Tische leer.« Pierre Thomé, der sich so launig vorstellt, ist Autor des Buchs »Geduld und Gorillas – Wie man Illustratoren macht«.

Der Illustrator aus Leidenschaft zeichnet so ziemlich alles, was sich zeichnen lässt. Klarheit, Präzision, inhaltliche Tiefe sind seine Maximen, mit denen Thomé nicht nur Illustrationen für Werbung, Editorial und Corporate Publishing, sondern illustriert auch Kinderbücher, macht Comics und Animationen. Seit 2002 leitet Pierre Thomé darüber hinaus die Studienrichtung Illustration an der Hochschule Luzern.

Sein Vortrag ist dem Projekt »Zeichner als Reporter« gewidmet. 2015 veröffentlicht, fasst die Publikation »Visual Essays« der Studenten Thomés zusammen. Reportagen sind für den Illustrator kurzlebige Erzählstücke. So kurzlebig wie die Zeitungen, in denen Reportagen ursprünglich gedruckt werden. Deswegen wurde das…

Samstag, 27.02.2016

Stefan Bogner hat mit seinem Magazin CURVES, dem Automagazin ohne Autos, ein kleines Kunststück geschafft: Die Spezies Autofahrer, Motorradfahrer, Fahrradfahrer und Skater zusammenzubringen. Eigentlich mögen sich die Vertreter dieser Gattungen nicht, teilen aber eine Leidenschaft: Die für Kurven und Berge.

1986, das Jahr seiner Führerscheinprüfung, ist eine Zeitmarke für Stefan Bogner: Erste Unabhängigkeit für den Designer, der seit langem Reisemagazine gestaltet. Und zugleich Beginn einer großen Liebe: Das Auto als Rückzugsort, als Ruheort, zum Musikhören und Abschalten. Vor zehn Jahren fuhr er mit einem guten Freund in die Berge. Fahren um des Fahrens willen, irgendwann fiel dem Designer auf: »Hey, da sind ganz schön viel Radlfahrer unterwegs. Und Motorradfahrer!« Eine weitere Zeitmarke: Die Initialzündung für CURVES – mit dem Gedanken, ein Automagazin zu machen ohne Autos.

Ohne Kundenauftrag, ultraleicht und gegen alle Regeln konzipiert ist das…

Samstag, 27.02.2016

Wer schon zu Beginn auf der QVED war, wird ihr begegnet sein: Agnese Kleina mit dem großen lila Hut, visuelle Journalistin, Gestalterin und Gründerin des Bookazine »Benji Knewman«.

#MadeinRiga und #curatedfortheworld sind die Hashtags, mit denen die wesentlichen Aspekte von »BenjiKnewman« treffend zusammengefaßt und im Internet auf unterschiedlichen Plattformen auffindbar sind. Das Bookazine, das zweisprachig in lettischer und englischer Sprache erscheint, sieht von Ausgabe zu Ausgabe anders aus. Die erste Nummer noch eher schlicht, die zweite in einen Schutzumschlag gehüllt, der auch als Poster konzipiert ist. Ein passender Hinweis auf das Thema des zweiten Bookazine, das sich damit beschäftigt, was man alles mit dem Werkstoff Papier anstellen kann.

»BenjiKnewman« ist ein spannendes Experiment: Ein Platz, wo jeder sein kann. So wie er oder sie ist. Und die Geschichte Lettlands in internationale Sprache erzählen kann. Über die Besonderheiten eines…

Samstag, 27.02.2016

Designplattform und Magazin, eine Antwort auf die Frage, wie man eigentlich ein Magazin unabsichtlich gestaltet, all das ist MacGuffin, die neueste Gründung von Kirsten Algera, Designhistorikerin und -consultant aus Amsterdam.

Eine Plattform ist das, die sich alltäglichen Situationen und Dingen verschrieben hat, dem besonderen Reiz des ganz Normalen und darüber in hinreißender Lust am Finden, Zeigen, Erzählen und Gestalten schwelgt. Zweimal jährlich erscheint die gedruckte Ausgabe. Sie ist jeweils monothematisch angelegt, einem einzigen Objekt gewidmet – beispielsweise dem Bett in der ersten Nummer von MacGuffin – und spinnt drumherum ein dichtes Netz aus genau den mannigfaltigen Geschichten, die das Objekt selbst in Assoziationen auslöst. Wer erinnert sich nicht an zwei der berühmtesten Bett-Bilder: Yoko Ono und John. Oder die mit Goldfarbe überzogene James-Bond-Gespielin Pussy Galore in »Goldfinger«. So wie die MacGuffins in Hitchcocks Filmen, werden die…

Samstag, 27.02.2016

Nach vier Monaten und rund sechshundert Arbeitsstunden war es vollbracht: Andreas Volleritschs Umsetzung des Neuen Testaments als Magazin. Ausgerechnet die Bibel, die das meistgedruckte, meistgelesene und -verkaufte Buch der Welt ist?

Wie kommt man auf eine solche Idee? Bisweilen in einem Hotelzimmer, in dem als einzige Lektüre die Bibel zur Verfügung steht. Und der Leser an der Typografie und deren Lesbarkeit scheitert. Am nächsten Tag seinem Designer die Bibel über den Tisch schiebt und fragt: Kann man daraus ein Magazin machen? Andreas Volleritsch macht sich an die Arbeit, hingerissen von einer Idee, die auf den ersten Blick ziemlich schräg klang.

500 Millionen Anschläge enthält der Text der Bibel, 1500 Jahre Entstehungszeit, 2,5 Millarden Exemplare weltweit, das dickste Exemplar 2,5m dick. Ein paar Ausschnitte aus Andreas Volleritschs Recherchen vor der Umsetzung des Projekts illustrieren, wie intensiv ihn das geplante Magazin beschäftigte – und…

Samstag, 27.02.2016

»Wiener«, »Cash Flow«, »Männer Vogue«, »Tempo« - Meilensteine auf dem journalistischen und gestalterischen Weg von Michael Hopp, der zu den Trendsettern und Größen der Magazin-Szene gehört. Seit langem beschäftigt er sich in seiner Arbeit mit Megatrends und disruptive Technologien in ihrer Wirkung auf die Gesellschaft; mit den Veranstaltungsreihen „Blattkritik Salon Hamburg“ und „HuF Seminar“ gibt Michael Hopp inzwischen auch seine vielfältigen Erfahrungen in Seminaren, Workshops und Coachings weiter.

Heute überwiegend im Corporate Publishing tätig, setzt das kreative Multitalent Akzente, für Kunden wie „Deutsche Bahn“, „Deutsche Post“ und im Auftrag von Hoffmann & Campe Corporate Publishing unter anderem für RWE, BMW, T-Systems. Kernthema seiner Arbeit: Die digitale Transformation im Journalismus. Mit analytischem Blick auf Chancen und Risiken widmet sich Michael Hopp unter anderem der Frage, wie sich Qualität und Anspruch crossmedial umsetzen lassen,…

Samstag, 27.02.2016

Gefühl. Eintauchen. Klarheit. Das sind wesentliche Aspekte der Rolle, die Datenvisualisierung und Infografik in der aktuellen Berichterstattung spielen – für Steven Komives, seit mehr als 20 Jahren in Nachrichtenredaktionen tätig.

Sein Überblick des aktuellen Sachstands korrespondiert mit vielen Einsichten anderer Referenten der QVIG: Ohne sachgerechte Bearbeitung funktioniert Datenjournalismus nicht, egal ob Animation, Visualisierung oder Infografik. Journalistische Standards der Recherche sind Grundlage für korrekte Verortung von Datensätzen und -material. Wer tragfähige Aussagen aus dem Wust von Big Data filtern will, aktuelle Ereignisse damit verständlicher machen und erklären will, braucht fundiertes Wissen in ganz klassischem Sinn, von politischen Zusammenhängen über historische Kenntnisse bis zu gesellschaftlichen Problemstellungen.

Teamarbeit ist unverzichtbar. Wer journalistisch denkt, ist nicht zwingend ein visueller Mensch. Wer gestaltet,…

Samstag, 27.02.2016

Vom Einzelkämpfer zur Teamleiterin: Martina Bräm ist gefragte Spezialistin für Infografik, die in den letzten Jahren unter anderem für die NZZ arbeitete – und seit 2016 für den Schweizer Tagesanzeiger die Leitung des Infografik-Teams übernommen hat.

Information mit Grafik zu verbinden, die Kombination verständlich zu gestalten, das schätzt Marina Bräm an ihrem Beruf. Diffizielle Themen möglichst einfach und dennoch aussagefähig zu gestalten, ist für die Informationsgrafikerin eine Herausforderung nicht nur an gestalterische und grafische Kompetenz, sondern vor allem auch an journalistische Recherche und Fachwissen. »Information first«, könnte man das beschreiben, was Bräms Arbeit ausmacht: Aus Datensammlungen die richtigen Schlüsse ziehen, die Aussagen zusammenfassen und darauf die eigentliche Visualisierung und Geschichte zu erzählen. Unterschiedliche Publikationsformen von Zeitung bis Tabloid, von Tablet bis Smartphone-App stellen Infografiker vor neue, spannende…

Samstag, 27.02.2016

Von der linearen Grafik über Balkendiagramme zur Illustration, von statistischen Visualisierungen von Information zur Interaktion mit dem Betrachter, vom Bild zur Animation: Frédérik Ruys, Mitbegründer der Niederländischen Konferenzen zu Infografik, lernt gerne täglich Neues. Und nimmt die Nutzer seiner Animationen mit auf eine spannende Entdeckungsreise.

Visuelles Storytelling für unterschiedlichste Auftraggeber von Regierungsbehörden bis Unternehmen ist das Spezialgebiet von Frédérik Ruys, zu dessen bekanntesten Projekten »Die Niederlande von oben« gehört, eine preisgekrönte Fernseh-Animationsserie. Der Informationsdesigner ist einer der Vordenker der Branche, die sich mit zukünftigen Entwicklungen in Datenvisualisierung und Infografik befassen.

Informationen werden Bilder werden Grafiken werden bewegt und bewegen: Datensätze, in Bewegung übersetzt, laden den Betrachter zu Reisen rund um den Globus, triggern seine Neugier und Entdeckungslust. Und…

Samstag, 27.02.2016

Die Reduzierung aufs Wesentliche ist für Jen Christiansen wichtigste Voraussetzung für das Funktionieren von Informationsgrafiken: Clean, schlicht, Verzicht auf überflüssigen Schnickschnack und zuviel Buntes ist für die Art Direktorin des Scientific American Schlüssel zur Wissensvermittlung aus »Big Data«.

»Bevor man damit beginnt, komplexe oder abstrakte Inhalte zu kommunizieren, muss man erst einmal ein Publikum erkennen und aufbauen.« Einsichten in Bedürfnisse des Publikums, die Nutzung einer »gemeinsamen Sprache«, der Kontext von Informationen gehören zu den Bausteinen einer solchen, überzeugenden Kommunikation via Infografiken. Vertrauen schaffen, Brücken bauen zu einem Gedanken der Gemeinsamkeit, zu tatsächlicher Relevanz: Informationsgrafik hat jenseits der vermuteten und tatsächlichen Abstraktion eine Menge sozialer Aspekte.

Was in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts als eigenständige Sparte des Editorial Designs entstand, hat sich in…

Samstag, 27.02.2016

Informationen, Big Data, Visualisierung: Paul Blickle destilliert für ZEIT Online als Informationsdesigner und Datenvisualisierungsexperte »visual stories«. Viele der Projekte, an denen er mit seinem Team arbeitet, sind mittel- und langfristig angelegt.

Text ist nicht genug, manchmal nicht einmal dann, wenn sie mit Fotografie und Videos ergänzt wird. Ein wichtiger Grund, bei ZEIT Online ein eigenes Team zu schaffen, das sich ausschließlich mit der Übersetzung von »Big Data« in Nachrichten und Geschichten beschäftigt. Die Einsatzmöglichkeiten der Infografiken sind vielfältig: neben langfristigen Projekten für Reportagen gehören auch visuelle Ergänzungen zu tagesaktuellen Themen zum Repertoire von Paul Blickle.

Zu den großen Geschichten, die Paul Blicke gestaltet hat, gehört eine interaktive Reportage über Apples iPhone. Aus unterschiedlichsten Daten (über Rohstoffe, Steuersätze, Produktionskosten, Verkaufspreise und -erlöse) und Nutzungsmöglichkeiten…

Samstag, 27.02.2016

Nigel Holmes erinnert sich: An eine Tagung der IFRA 1994 – und an eine lebhafte Debatte um Farbe in Infografiken. An ein Bild von Edvard Munch, »Der Schrei«, für Holmes ein subtiler Hinweis auf den Overload durch Farbe. Damals. Und heute? Alles anders, heute, alles neu, alles so schön bunt hier: Zwischen Bedeutung und Funktion hat Informationsgrafik nicht nur laufen gelernt, sondern ist zu einem der wichtigsten Bestandteile der Informationsvermittlung, des Editorial Design geworden. Infografik übersetzt Abstraktion in Lesbares und Verständliches, erklärt die Welt, die immer mehr aus Daten, Zahlen und zu sortierenden, gewichtenden Informationsströmen besteht.

»Wer ist das Publikum, wer ist der Nutzer, wer der Leser?« Nigel Holmes erzählt über die vielfältigen Annäherungsmöglichkeiten, die zugleich Aufschluss geben über Sinnhaftigkeit von Datenvisualisierung. Nah dran muss sie sein, an den Lebenswelten des Publikums, an seinen Bedürfnissen und Erwartungen.…

Samstag, 27.02.2016

Infografik rockt. Und ist wohl einer der wichtigsten Bausteine von Editorial Design. Grund genug, dafür ein eigenes Konferenzformat zu entwickeln: Die QVIG – Quo Vadis Info Grafik?, die »kleine Schwester« der QVED.

Kuratiert von Prof. Michael Stoll, Boris Kochan und Horst Moser, bietet die QVIG Einblicke, Inspirationen, Ausblicke und Zukunftsperspektiven in die Welt von Datenjournalismus, Datenvisualisierung und Informationsgrafik. Mit internationalen Sprechern, die aus dem Nähkästchen plaudern, über Probleme, Ideen, Anforderungen und Lösungen erzählen.

»Denken Sie zurück an das Jahr 1991? Haben Sie damals gewusst, was Infografik ist?« Michael Stoll erinnert an ein Balkendiagramm, das er damals sah. Die Diskussion um die Fehler dieses Diagramms haben den Gestalter mit dem Virus der Infografik infiziert – und ihm die Begegnung mit Nigel Holmes beschert, einem der Superstars der Infografik. Die begleitende Ausstellung zur QVIG ist dem gestalterischen…

Samstag, 27.02.2016

Die QVED 2016 ist ein Fest ....
Mehr könt Ihr noch im Flickr-Album QVED2016 sehen ... oder selbst Bilder hochladen!

flickr-Album

 

@ tgm/susanne goertz

Freitag, 26.02.2016

Print ist tot? Weit gefehlt: Wie ästhetisch überzeugendes, unterhaltsames Publizieren geht, für einen schlanken Preis von 10 €, das zeigt Lars Harmsen mit einem Herzblut-Projekt: 100 for 10, einem buchähnlichen Printprodukt. Es präsentiert Fotografen, Illustratoren und Designer, die Lars Harmsen und sein Team sehr schätzen. Charmant, ein wenig schmuddelig und dreckig, so beschreibt Harmsen mit einem Augenzwinkern die kleinen Bücher.

Wertschätzung drückt sich in diesem Fall nicht nur in der liebevollen Zusammenstellung der Mini-Magazine aus, die pro Ausgabe einem einzigen Kreativen und seiner Arbeit gewidmet sind. Wertschätzung hat durchaus auch finanzielle Auswirkungen, denn am Verkaufserlös der kleinen Bücher sind die Autoren mit jeweils 2,50€ pro verkauftem Exemplar beteiligt. Eine Summe, die weitaus höher ist als im Printbereich üblich. Schlanke Produktionswege machen das ebenso möglich wie das persönliche Engagement von Lars Harmsen.

Mittlerweile…

Freitag, 26.02.2016

»Eine der einflussreichsten Designerinnen unserer Zeit« (Graphic Design USA), Autorin zahlreicher Publikationen und Artikel über Design, Gründerin und Moderatorin der weltweit ersten Radio-Sendung mit Schwerpunkt Design, ausgezeichnet mit zahlreichen Preisen. Ihre Arbeiten werden in Museen und Universitäten gezeigt und inspirierend unzählige Designer: Debbie Millman gehört unbestritten zu den Superstars der Kreativ-Branche.

In ihrem Vortrag erzählt Debbie Millman über Träume und Wünsche ihrer Kindheit. Über ihre Fantasie und Vorstellungskraft, die geprägt war vom urbanen Umfeld, in dem sie aufwuchs. Über Freunde aus ihrer Schulzeit, mit denen sie Zukunftsperspektiven teilte und die ersten Schritte in Richtung ihres späteren Berufs unternommen hat: erste Artikel schrieb sie schon während ihrer Highschool-Zeit, ein erster Job als Editor eines kleinen Magazins folgte. »Ich wusste, ich habe ein paar Talente als Designer und ein paar Talente als Texter. Mein…

Freitag, 26.02.2016

Editorial Design ohne Designer und Journalisten ist ein spannender Ansatz für Mustafa Isik, Software-Spezialist und Entwickler beim Bayerischen Rundfunk. Er plädiert für eine engere Verbindung zwischen Designern und Softwareentwicklern – mit dem Ziel, gemeinsam überzeugendere, schönere, nutzerfreundlichere und schlicht bessere Produkte zu entwickeln.

Sich im Auge des Sturms treffen, ist für Isik eine spannende Herausforderung. Mitten im Paradigmenwechsel zwischen analog und digital, in dem keiner weiß, wie lange er dauert, wo er hinführt und zu welchen Zielen, hilft der Blick des Kaninchens auf die Schlange nicht mehr weiter. Stattdessen erforderlich: Gezielte Zusammenarbeit. Gemeinsamkeit. Schnittstellen von Ideen und Gedanken nutzen für ein Team, das Lösungen schafft statt neuer Probleme. Ein positives Beispiel einer solchen kollaborativen Arbeit ist die App »Ankommen«: Aus Gedankenfetzen wurde ein digitales Produkt geformt, das unterschiedliche Ebenen von…

Freitag, 26.02.2016

Fotografie als Medium der Veränderung zwischen rasantem technischen Wandel, anderen Rahmenbedingungen und inhaltlicher Erneuerung – das ist Thema der Fotografen-Session unter Moderation von Sven Ehmann, Creativ Director von »Die Gestalten« aus Berlin.

Anna Huix ist eigentlich Porträtfotografin, zu deren Auftraggebern New York Magazine, Time, Wall Street Journal, Monocle, The Independent und El Pais gehören. In zahlreichen freien Arbeiten widmet sie sich ganz anderen Themen: Veränderungen von Städten und Umwelt, Klimawandel und Nachhaltigkeit, denen sie auf ihren Reisen als visuelle Erforscherin von Lebenswelten und Kulturen nachspürt. Anna Huix' fotografische Fundstücke und Erfahrungen sind sensible Reflektionen über Menschen und Gegenden, die ihren Betrachtern die Welt mit anderen Augen zeigen. Still, unprätentiös, unbunt und unspektakulär sind diese Fotografien leise Dokumenten und eine Entdeckung fotografischer Langsamkeit im besten Sinne.

Einen…

Freitag, 26.02.2016

»Wenn man Dinge plant, gehen sie garantiert schief.« ist Andreas Baiers Grundsatz, mit dem er sich seiner fotografischen Arbeit annähert und Chaos als Quelle für Kreativität, Überraschungsmomente als Motor für ungewöhnliche Visualisierungen nutzt.

Der Fotograf, der für viele unterschiedliche Auftraggeber des Corporate Publishing, für Magazine wie «stern», «Merian», «Globo», «GEO»arbeitet, ist auch Filmemacher, Konzeptkünstler, Texter. Seine Spezialität sind Inszenierungen: Ob Porträts oder Still Life, Baier lebt seine mitunter skurrilen, schrägen, provozierenden und sehr humorvollen Bilder. Beispiele dafür? Bitteschön: Ein Porträt des Schauspieler Rainer Hunold – mit einem ermordeten Gartenzwerg auf dem Tresen im Vordergrund des Porträts. Der Gestalter Eric Spiekermann, der fast völlig hinter dem Bildschirm seines Computers verschwindet und zu einem Wesen aus Brille und Augen wird. Klaus Honnef, Kunstkritiker, -sammler und Kurator, sitzt vor einer Glaswand…

Freitag, 26.02.2016

Landkarten sind Sehnsuchtsorte, sind visuelle Droge für Sehnsucht und Traum, sie verführen und entführen, auf tatsächliche und gedachte Reisen. Herbert Lechner spürt den Anfängen von Infografik nach, deren Mutter die Landkarte ist: Die Umsetzung der Realität ins Bild, das Sehen wird zum Verstehen, die Welt zur Abstraktion.

Verständlicher wird die Welt, durch ihre Einordnung: Ein Orientierungssystem der Landkarte, die Elementarteilchen in Koordinatensysteme und lesbare Zeichen einpasst. Zwischen virtueller X- und Y-Achse wird Komplexität verständlich, von der dritten Dimension in die fassbare zweite Dimension übersetzt. Zugunsten der Klarheit und Vereinfachung, in Verhältnismäßigkeit und korrekten Maßstäben – die Weltkugel zur Scheibe gemacht, ein bißchen im Sinne Sepp Herbergers, den Herbert Lechner augenzwinkernd zitiert: »Das Runde muss ins Eckige.«

So sind die Landkarten in Magazinen – allen voran die im Vater aller Landkarten, dem National…

Freitag, 26.02.2016

Christian Hanke und Martin Kotynek sind so etwas wie ein Dreamteam. Gemeinsam haben der Creativ Director von EdenSpiekermann und der stellvertretenden Chefredakteur von ZEIT Online den digitalen Ableger der ZEIT relauncht.

Statt 9 Millionen (wie im Titel des Vortrags) erklärt ZEIT Online aktuell rund 10 Millionen Menschen die Welt. Die wichtigste Frage vor dem Relaunch war also nutzerorientiert: Was brauchen Menschen, was brauchen Leser? Es geht um Beziehungen zwischen Leser und Journalist, es geht auch darum, die jeweiligen Kontexte ernst zu nehmen. Eine Frage des Respekts, vor allem auf der inhaltlichen Ebene, weil es nicht genug ist, einfach nur zu erzählen. Eine Gemeinsamkeit zwischen Designern und Journalisten, ebenso wie die Erkenntnis, dass die schöne Verpackung für einen Inhalt allein auch noch keinen Nutzwert darstellt. Erst ihr Zusammenspiel führt zu Verständnis vier wichtiger Perspektiven der Darstellung von Inhalten, ihrer Präsentation und…

Freitag, 26.02.2016

»Hinterm Horizont geht's weiter...«  - zu niederländischem Design der Extraklasse, das vier ganz unterschiedliche Persönlichkeiten in der gemeinsamen Runde mit Jaap Biemans aka »Coverjunkie« (und verantwortlich für das Erscheinungsbild des Volkskrant Magazins) vorstellen.

Sabine Verschueren liebt Magazine. Ihre Beziehung zu Bildern, Illustrationen hat in ihrer Kindheit begonnen und ist bis heute ungebrochen leidenschaftlich. Mit humorvollem Blick erzählt die Art Direktorin über ihre Lieblinge unter den Magazinen wie »rails«, »Oog« oder »avenue«, über ihre Passion für Fotografie und ihre Abneigung gegen zu hübsche Babyfotos aus Stockagenturen. Erfahrungen, die prägend und stilbildend für die erfolgreiche Designerin waren. Für ihre Gestaltung von Magazine, Büchern und Tageszeitungen wurde Sabine Verschueren mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, ihre Bücher sind unter anderem im Stedelijk Museum Amsterdam zu finden.

Tom Janssen, Sim Kaart and Nanda…

Freitag, 26.02.2016

»Kennt jemand Medium.com?« Kathi Krauses Frage, mit der sie Erich Nagler, den Art Director der Plattform vorstellt, hinterlässt das Publikum staunend: Medium.com, eine Publishing Plattform für jedermann, scheint hierzulande noch nicht angekommen zu sein.

Was eigentlich schade ist: Denn Medium.com ist spannendes Angebot und interessanter Rahmen für Kreativität, die in der Community funktioniert, die Zukunft des Publizierens sein möchte (und schon ist, das zeigen die Nutzerzahlen der Plattform) und vorwärts gedacht ist auf einem spannenden Markt, der sich dank Digitalität permanent weiterentwickelt. Erich Nagler verleiht Medium.com sein charakteristisches Erscheinungsbild: Design fürs Internet, das den Leser auf smarte Weise durch das Angebot führt, ohne den Inhalten störend im Weg zu sein.

»Visual noise« ist Nagler ein Gräuel. Stattdessen setzt er auf Nutzererfahrung und -erlebnis: Illustrationen, die nicht nur als Stills, sondern auch als Animation…

Freitag, 26.02.2016

Sie ist Designerin aus Leidenschaft, war Designdirektor verschiedener Magazine, mit eigenem Grafikstudio und Professur in Minnesota – und zeichnet jetzt verantwortlich für die Gestaltung des New York Times: Gail Bichler.
Ihre Arbeiten sind unter anderem in der ständigen Sammlung des Chicagoer Art Institute vertreten sind und wurden mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet, unter ihnen der ADC, der Type Director's Club und viele mehr.

Nichts ist so gut, dass es nicht besser werden könnte. Gail Bichler, die sich mit der Aussage »Print is dead« überhaupt nicht anfreunden kann, plädiert für neue Wege. Für intelligentes Redesign von Publikationen, dafür, die Verbindung von Inhalt und Form neu zu denken. Ziele gehören dazu: Das Kuratieren eines Leseerlebnisses. Der Aufbau einer speziellen, unverwechselbaren Identität eines Printproduktes. So wie beim New York Times Magazine, das seine Marke konsequent und wiedererkennbar nicht durch alle Kanäle…

Freitag, 26.02.2016

»Print ist nicht tot, sondern riecht nur komisch!« Francesco Franchi liebt Magazine. Und denkt. Intensiv. Über neue Vertriebsmodelle wie das Kioskafé: Beim Kaffee gemütlich in Magazinen blättern, Print entdecken und die Kombination aus Entschleunigung genießen, ist für ihn ein Weg der gemächlichen Annäherung an das zu Unrecht Totgesagte.

Designer gehören dazu: In neuen Rollen, die von herkömmlichen Regeln und Grenzen befreit gehören. Zurückschauen auf spannendes Design, das dafür Ansätze liefert mit wegweisenden Magazinen und den Zutaten, aus denen heute Neues wird. Neu denken heißt also die Herausforderung – für formale Kriterien ebenso wie für Inhalte, Visualität, Sprache und gestalterische Umsetzung eines überzeugenden Gesamtkonzepts. Ein Kupferstich aus dem Archiv von Francesco Franchi zeigt, was der Designer damit meint: Eine Arbeitsgruppe aus Zeichnern, Bildhauern und anderen Künstlern der Renaissance setzt er gegen moderne Arbeitsaufteilung im…

Freitag, 26.02.2016

»Warum machen wir das eigentlich?« Am Geld kanns nicht liegen, an Langeweile auch nicht. Ein eigenes Heft machen ist etwas anderes: Das ist eine Sammlung, ein Skizzenbuch der Ideen und Inspirationen; eine Zusammenstellung, die man gern mit anderen teilen möchte, die einen als Kreativen charakterisiert und darstellt. So zumindest beschreibt Joanna Mühlbauer die Grundidee hinter »Das Buch als Magazin«, das die Designerin gemeinsam mit Peter Wagner gegründet hat.

Zwölf Seiten Himmel, zwölf Seiten Fotos. »Weil es einfach so schön war, darum.« Joanna Mühlbauer lacht. Und erzählt von ihrer Leidenschaft fürs Lernen, die angetrieben und gefördert wird von der Teamarbeit mit ihrem Kollegen. Das ist auch ein Grund, ein Independent Magazin zu machen. Alles ist anders, alles neu, alles völlig anders gedacht und umgesetzt, dank des Teams und zum Nutzen aller Beteiligten.

Dritter und letzter Grund: »Drei minus zwei gleich frei« - eine kurze Gleichung, die…

Freitag, 26.02.2016

Die grafischen Kommentare von Lea Brousse und Raban Ruddigkeit sind Kabinettstücke visuellen Denkens: Jenseits klassischer Illustrationen kommentieren die beiden Grafiker aktuelles Weltgeschehen, kontroverse Themen und politisches Geschehen. Bunt, assoziativ, bisweilen süffisant und ironisch, aber immer kurz, knapp und auf den Punkt gesetzt. Ein Bundesadler mit regenbogenbunten Federn zur Debatte über Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, ein Tarnfarbenmuster, das sich in Friedenstauben auflöst als eine mögliche Zukunftsvision der Bundeswehr. Manchmal sind es einzelne Begriffe oder auch Namen, die Brousse und Ruddigkeit visuell übersetzen: Putin als Schriftzug mit Hammer und Sichel. Freiheit, illustriert durch einen Käfig in Kopfform.

Bianca Tschaikner arbeitet für die Wiener Stadtzeitung Falter. Zu ihren Arbeiten gehören Illustrationen zu den Anschlägen von Paris oder den Übergriffen der Silvesternacht in Köln ebenso wie ein Stadtführer für…

Donnerstag, 25.02.2016

»Was macht der junge Typ hier vorne auf der großen Bühne?« Dave Grossmann ist genauso überrascht wie sein Publikum: Zwei Ausgaben von Kwer, dem Magazin der Abstraktion, liegen hinter ihm und seinem Kollegen Hartmut Friedrich – und haben die Aufmerksamkeit des QVED-Kurators Horst Moser geweckt.

Was, würde das Publikum nach seiner Meinung zu Quantentheorie und Fraktalen gefragt? Dave Grossmann schmunzelt – und erklärt mit dieser Frage den Begriff der Abstraktion, dem KWER gewidmet ist. Das Magazin stellt unterschiedlichste Bereiche gegenüber: Tanz, Kunst, Literatur, Musik, Physik, Naturwissenschaften – um Fragestellungen zu verstehen, zu erforschen und begründen. Auf der Suche nach Antworten und nach Inspiration, unter anderem im Vergleich zwischen Tänzern und Gestaltern, deren mögliche Gemeinsamkeiten und Schnittstellen neue Ideen zu Tage fördern können.

Dualismen, Kontraste, Hybride, Symmetrien, Grenzen in politischem Sinne, aber auch in…

Donnerstag, 25.02.2016

Kurzgeschichten rocken: Sie werden gelesen, meist am Stück, und begeistern ihre Leser für einen kurzen Moment. Eine Einsicht, die Francis Ford Coppola 1997 dazu bewog, das Magazine Zoetrope – All-Story zu gründen – konzipiert als Sammlung kurzer, spannender Erzählungen, zusammengefasst in jeweils einer Ausgabe, gewidmet jeweils einem spannenden Menschen der Kunst- und Kulturszene wie beispielsweise David Byrne, Zaha Hadid oder Wim Wenders.
 
Michael Ray ist ein Multitalent: Selbst Drehbuchautor und für seine Filme mit internationalen Preise dekoriert, kümmert er sich um die Inhalte von Zoetrope. Eigenwillige Fotostrecken und Illustrationen, elegante, aber schlichte Gestaltung – und Ausgaben, die sich immer wieder monothematisch einzelnen Künstlern widmen. Wim Wenders und seinen Werken von Film bis Fotografie beispielsweise, die in dieser Zusammenstellung zu einem sehr persönlichen, intensiven Porträt eines Kreativen verschmelzen.

Auch PJ Harvey…

Donnerstag, 25.02.2016

Kibera, ein Slum in Nairobi/Kenia ist Keimzelle eines ungewöhnlichen Projekts: Harrison Thane, australischer Fotograf und Designer, arbeitet mit den jungen Bewohnern von Kibera, trainiert mit ihnen in Workshops fotografisches und journalistisches Handwerk. Gemeinsam gestalten sie ihr eigenes Magazin »Zinester«.

Es ist ein ungewöhnliches Projekt, dieses Magazin. Rauh im Tonfall, ungeschliffen und unpoliert. Es macht neugierig auf die Lebenswelten derjenigen Menschen, die meist in klassischen Medien kein Gehör finden. Nicht für das, was ihnen wichtig ist – und ebenso wenig für das, was sie benachteiligt, einschränkt und an den gesellschaftlichen Rand schiebt.

In seinen Workshops bringt Harrison Thane den Teilnehmern aus Kibera bei, wie sie mit vergleichsweise simplen Mitteln jenseits aufwändiger Produktionen kostengünstig ihre eigenen Zeitschriften gestalten können. In Zusammenarbeit mit lokalen Mentoren und Sponsoren können diese Magazine zum Teil für…

Donnerstag, 25.02.2016

Nelson Ng ist passionierter Reisender, der es liebt, Neues zu entdecken und fremde Welten zu erkunden. Grund für den Künstler, Art Director und Werber, sich aus der Welt des Advertising zurückzuziehen – und 2004 die Plattform LOST zu gründen.

Für Gleichgesinnte, die der Faszination des Reisens ebenso verfallen sind wie Nelson Ng. Sie erzählen als Reisende Geschichten: Über individuelle Erfahrungen, Tipps und Ziele, über Begegnungen mit Menschen und Orten. Ihre Geschichten kommen nicht in der üblichen Hochglanzoptik von Magazinen daher: Ihre rauhe Ungeschliffenheit, die sehr persönliche Nähe zu den Menschen macht den besonderen Charme des Magazins aus.

Reisen, das ist für alle Autoren des Magazins weit mehr, als nur zu einem Ort zu gelangen. Es ist, so beschreibt das Nelson Ng, eher eine Geisteshaltung, die geprägt ist von Offenheit, Neugier, Entdeckungslust und Lernfähigkeit. Das macht die persönlichen Reisegeschichten so spannend und dicht: Sie…

Donnerstag, 25.02.2016

Von der Idee zur Community in vielen unterschiedlichen Verästelungen: Das ist People of Print, ein Netzwerk von Kreativen, das Marcroy Smith gegründet hat. Ein Netzwerk, das sich unterschiedlichen Aktivitäten widmet. Workshops sind ebenso Teil des Angebots wie die Organisation von Events – und die Kommunikation mit Kunden, auf deren individuelle Anforderungen und Fragestellungen People of Print ebenso individuelle Lösungsansätze und Antworten findet.

Spannende Formate finden sich im Portfolio von People of Print: Ein Posterzine, zugleich Magazin und Plakat, ein spannender unterhaltsamer Brückenschlag der Formate. Blogs und Microsites, die einzelne Kreative der Community vorstellen, unter ihnen Textildesigner, Illustratoren, Typografen, Designer und Fotografen. Magazine gehören ebenso dazu wie ein prominent plazierter Department Store. Online shoppen und stöbern, Möglichkeiten entdecken, die zugleich Arbeitsproben ihrer Macher sind, vom T-Shirt über…

Donnerstag, 25.02.2016

CUT ist Vorreiter und Trendsetter: Als eins der ersten Do it yourself Magazine entzieht sich CUT allen Schubladen. Nicht ausschließlich Mode, weder nur Selbermacher noch Frauenmagazin, immer mit höchstem Anspruch an Gestaltung, Typografie und Inhalt, ist das Magazin seit seinem Start zu einem nachhaltigen Erfolg geworden.

Wie das im Normalfall aussieht? Ausgewählte Themenschwerpunkte wie Stricken werden in unterschiedlichen Geschichten erzählt. Drumherum gibt CUT Reisetipps, informiert über Trends – und setzt Akzente der Gestaltung: Schrift am lebenden Objekt präsentiert, in Zusammenarbeit mit Monotype. »Da gehen eigentlich bei einer Redaktion die Alarmglocken an...« erzählt Anke Eberhardt. Was schwierig hätte sein können, entpuppte sich für CUT als Volltreffer: 146 Seiten Heft setzen Typografie auf drei verschiedenen Ebenen um. CUT möchte den Leser abholen, ihm erklären, worum es geht – vom Layout bis zum Inhalt. Typografie als roter Faden im Heft, als…

Donnerstag, 25.02.2016

The Possibilities of a Magazine – From Time Capsule to Engine of Change
Von der Zeitmaschine zum Motor der Veränderung: Über die unendlichen Möglichkeiten eines, seines Magazines erzählt Ibrahim Nehme, Gründer von »The Outpost«.

Gestartet als Plattform, um Sichtweisen seiner Leser abzubilden und zu verändern. In Beirut.Die erste Ausgabe zeigte auf dem Titel eine Schere auf dem Titelbild: Sinnbild einer Grenze, politisches Statement, Symbol einer geteilten Region ebenso wie der »Schere im Kopf«, dem The Outpost anderes entgegensetzen will.

Gesellschaftliche Veränderung abzubilden, mit multidisziplären, zeitlosen Stilmitteln und damit gleichsam Katalysator und weiterer Antrieb für zukunftsweisende Veränderung im Kopf zu werden, ist das Ziel des Magazins. Es soll inspirieren. Motivieren. Aus Denkmustern und Routinen aufstören, indem es unterschiedlichste Geschichten erzählt, aus denen neue Perspektiven entstehen: Müllberge in Kairo, aufbereitet…

Donnerstag, 25.02.2016

Print ist nicht tot, Print ist lebendig. Und Steve Watsons Herz schlägt eindeutig für Independent Magazine. Bunt, vielfältig, gedruckt und zum Anfassen. Eine Renaissance der Lustobjekte zum Blättern und Stöbern, für die der Printlieberhaber aus Leidenschaft eine spezielle Vertriebsmodell erschaffen hat: Stack Magazines.

A Print Renaissance

Stack ist nicht nur ein Shop-System in Großbritannien, das ausschließlich Independent Magazine vertreibt und in Städten wie Nottingham oder Leeds Starthilfe und Unterstützung für die Macher der oft kleinen Printprodukte bietet. Stack ist auch eine Art Wundertüte des Nicht-Digitalen. Monatlich wird ein anderes Magazin an die Abonnenten der Plattform verschickt. Ohne Vorabinformationen über die Zeitschrift, ein Überraschungsmoment des Haptischen und der Leselust für Watsons Kunden.

Steve Watson ist höchst optimistisch: Die Vielfalt digitaler Produktionswege und unabhängigen Publizierens sind…

Donnerstag, 25.02.2016

Er gehört zu den Urgesteinen des Editorial Design, seit langen Jahren gestaltet er Magazine, Zeitungen, Bücher, Digitale Produkte fürs Internet, TV Design, von denen zahlreiche mit internationalen Preisen ausgezeichnet wurden: Mark Porter, Designer aus Leidenschaft.

Von Print zu Digital bis Broadcast spielt Porter virtuos mit unterschiedlichster Gestaltung, ist Wandler zwischen den Welten zwischen Druck und Digitalität. Und eigentlich, das wird zu Beginn seiner Keynote klar, ist Porter »passionate about print«. Gestaltung zum Anfassen, beeinflusst von vielen Designern, allen voran Tibor Kalman.

Die Welt der Bilder hat es Porter angetan. Bis zu 10.000 Bilder für eine einzige Print-Ausgabe eines Magazins, das ist eine rekordverdächtige Zahl. Kombinationen aus Still Life Fotografie, aus »forensischer« Objektfotografie und Reportagebildern erzählen brillant recherchierte Stories. Porter arbeitet mit großformatigen Doppelseiten, weißem Hintergrund für…

Donnerstag, 25.02.2016

Unverzichtbarer Baustein der Munich Creative Business Week, Erfolgsfaktor, Inspirationsmotor, trotz Schnee und Staus: Volles Haus.
»Papa, Du siehst so anders aus, Du bist so bunt heute.« frotzelt Boris Kochan über einen Spruch seines Sohnes: Ungewohnter Weise nicht ganz in Schwarz, eröffnet er die diesjährige QVED. »Es qved weiter.« Drei Tage lang, mit internationalen Projekten, über 70 Sprechern und über 500 Teilnehmern, in der fünften MCBW Design Woche und mittlerweile die vierte QVED mit relevantem Platz fürs Kommunikationsdesign. Kuratiert von einem großen Team: Neben Boris Kochan haben Steven Watson, Horst Moser, Kati Krause, Mike Koedinger, Michael Stoll und Jeremy Leslie die Konferenz organisiert.

Oliver Linke, Vorsitzender der tgm (Typografische Gesellschaft München), nimmt den Faden als Partner der Konferenz auf: International. Inspiration. Input. Mit breitem Spektrum von Editorial Design über Illustration, Typografie, Informationsdesign und…

Scroll down