Ausstellung

Illustrierten-Ikonen meets baseline meets Infographic
Ausstellungstriple während der MCBW in der Alten Kongresshalle

Gleich drei Ausstellungen zeigt die tgm zusammen mit Partnern während der Münchner Designwoche MCBW Ende Februar 2016. Die Erweiterung der Editorial Design Conference QVED um eine kleine Tochter namens QVIG (Quo Vadis Infographics), bei der unter anderem der renommierte Bostoner Informationsgrafiker Nigel Holmes sprechen wird, gibt Anlass dessen herausragendes Werk in den Gängen der Alten Kongresshalle auszustellen: Erklärgrafiken at its best! Bestes auf ganz andere Weise zeigt in unvergleichbarer Vielfalt und Konsequenz seit 1979 das Londoner Typografie-Magazin baseline: Ein verlegerisches Abenteuer, dass den Spagat zwischen der Abbildung herausragender Arbeiten und einem auch als Magazin sehenswertem Layout immer wieder aufs neue beindruckend begeht. Im Rahmen der QVEDopen wird der Herausgeber und Art Direktor Hans-Dieter Reichert auch einen Blick hinter die Kulissen dieses Magazins mit ganzheitlichem Anspruch geben. Die dritte Ausstellung erlaubt einen tiefen Einblick in die illustrierte Magazinpresse zwischen den beiden Weltkriegen und damit in den iconic turn: den Visualisierungsschub, der essentiell für den medialen Umbruch dieser Zeit war und bis heute man eine scheinbar hochinnovative gestalterische Idee der jüngsten Jahre blass aussehen lässt: Inspiration pur!

Die Ausstellung Illustrierten-Ikonen wird unterstützt von und gefördert durch bayern design und dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie.

Illustrierten-Ikonen

Höhepunkte der Publikumspresse 1918-1945

Auf der Empore in der Alten Kongresshalle
Montag, 22. bis Sonntag, 28. Februar 2016

Eine Ausstellung zum „iconic turn“ in der Weimarer Republik: 100 herausragende Illustrierte, die in ihrer Zeit Aufsehen erregten und bis heute als Klassiker des Genres gelten.

In 10 Themengruppen präsentiert ILLUSTRIERTEN IKONEN die Vielfalt an den Kiosken jener Zeit, von populären Heftmagazinen bis zu den Avantgarde-Zeitschriften. Sie behandeln Politik und Propaganda ebenso wie Mode, Lifestyle, Sport, Film und Design oder die lebensreformerische Nacktkultur der Epoche. Dieses Panorama der Bildpublizistik dokumentiert zugleich ein Kulturgut deutscher Pressegeschichte.

Graphics that explain.

Visual work by Nigel Holmes

In den Gängen der Alten Kongresshalle
Montag, 22. bis Sonntag, 28. Februar 2016

Diese Ausstellung spürt dem Kern eines besonderen Grafiktyps nach: einem, der Nutzer beim Verstehen von komplexen Fakten, Prozessen, Daten und räumlichen Zusammenhängen helfen soll. Erklärgrafiken visualisieren eine große Bandbreite von Informationen und vermitteln Wissen: Zahlen und Zahlenverhältnisse, Sachen und Sachverhalte, Geografien und geografische Zusammenhänge.

Der Informationsgrafiker Nigel Holmes gehört zu den wichtigsten seiner Zunft. Seine Erklärgrafiken wurden und werden in Magazinen und auf Websites publiziert. Seine Grafiken illustrieren viele Bücher, er selbst hat mehrere selbst geschrieben: unter anderem „Wordless Diagrams“ (1995) und „The Book of Everything – A Visual Guide to Travel and the World“, Verlag Lonely Planet (2013). Zurzeit arbeitet er an einem Buch für den Taschen-Verlag über „100 weird and wonderful events around the world“.

Nigel Holmes glaubt fest an die kommunikative Kraft von Bildern – und die von Humor –, um Informationen effizient und dennoch leicht verständlich zu vermitteln.

Er blickt auf eine über 50-jährige Erfahrung als Informationsdesigner zurück und hat für die London Sunday Times genauso gearbeitet wie für das Time Magazin (wo er 16 Jahre Graphic Director war) oder die New York Times, … um ein paar zu nennen. Nigel Holmes hat an der Stanford University, Yale University und am Poynter Institute for Media Studies, St. Petersburg, gelehrt.

baseline

Im Flachbau der Alten Kongresshalle
Donnerstag, 25. bis Samstag, 27. Februar 2016

Baseline zielt darauf ab, sämtliche Facetten der Schrift darzustellen, darunter ihre Entwicklung und Geschichte, ihre Verwendung und ihre Verbindung zur Grafikdesign-, Kunst- und Kunsthandwerkszene. Die Inhalte des Magazins werden bewusst eklektisch gehalten. Baseline veröffentlicht historisches und neues Material aus akademischen und anderen journalistischen Quellen. Dadurch bietet das Magazin eine vielfältige Mischung aus Artikeln und Referenzmaterial. Die redaktionelle Ausrichtung ist offen, und geschätzt werden insbesondere originelle Denkansätze, ohne dabei die wissenschaftliche Forschung außer Acht zu lassen. Ein Magazin mit einer ganz eigenen, dem Humanismus verschriebenen, Persönlichkeit. Als solches ist es weder oberflächlich noch künstlich analytisch. Das Magazin wird besonders für seinen Materialeinsatz und die der Produktion zugrundeliegenden Werte geschätzt.

Baselines Philosophie ist ganzheitlich. Sie entstammt dem festen Glauben, dass Design und Layout sich aus dem Inhalt erschließen und mit diesem im Gleichgewicht bleiben. Das Design entsteht aus einem hohen intellektuellen Anspruch. Das Format und die flexible Struktur des Gestaltungsrasters ermöglichen sowohl eine lebendige Wiedergabe des reichhaltigen Grafikmaterials als auch eine angemessene Detailtreue auf den textgeführten Seiten.

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